Teeblätter: Gerollt und fermentiert

Teeblätter: Gerollt und fermentiert


Japanische und chinesische grüne Tees werden nach der Ernte ganz unterschiedlich verarbeitet. Für grünen Tee werden die zwei obersten Blatttriebe und die frischen Blattknospen (two leaves and a bud) gepflückt. Die frisch geernteten Teeblätter werden in vier weiteren Schritten zu grünem Tee veredelt. Zuerst müssen die Teeblätter welken. Wenn sie genügend Feuchtigkeit verloren haben wird grüner Tee gerollt. Dabei wird das Teeblatt gezogen und gequetscht, damit der Saft aus den Blattzellen austritt. Der Zellsaft enthält Enzyme, die mit Sauerstoff reagieren. Dieser Prozess bestimmt die Farbe und den Geschmack von Tees und wird Oxidation (traditionell Fermentation) genannt. Damit Grüner Tee seine Geschmacksnoten und seine Farbe behält wird dieser Prozess schnell wieder gestoppt. In Japan werden die gerollten Blätter nach uralter Tradition kurz über heißem Wasserdampf erhitzt, in China auch in einem Wok geröstet. Je nach Spezialität werden die Blätter anschließend gepresst oder gerollt, oder von Hand zu Blüten gebunden, bevor sie abschließend getrocknet werden. Unser "Jasmin Grüntee" wird nach der Trocknung noch mehrmals mit echten Jasminblüten beduftet. Die Blüten werden nachts geerntet und in mehreren Lagen auf den frischen Tee gegeben. So entsteht das typisch liebliche Jasmin-Aroma.