Grüne Teespezialitäten – von Tamaryokucha, Senc...

Grüne Teespezialitäten – von Tamaryokucha, Sencha und Gunpowder

 

Für grünen Tee werden hauptsächlich die Blätter der chinesischen Teepflanze (Camellia sinensis) verarbeitet. Seine prägende Farbe ergibt sich aus seiner speziellen Weiterverarbeitung. Grüner Tee ist in einer erstaunlichen Geschmacksvielfalt erhältlich – je nach Anbau-  und Herkunftsgebiet und Verarbeitungskultur. In Japan werden die Teeblätter nach der Ernte traditionell gedämpft. Die japanischen Grüntee-Sorten "Sencha", "Gyokuro", "Bancha" und "Houjicha" sowie unser "Tamaryokucha" schmecken daher süßlicher als chinesische Grüntee-Spezialitäten. In Japan wird grüner Tee vor allem in den Anbaugebieten Shizouka, Kyoto, Kagoshima und Kyushu kultiviert. Der Tamaryokucha zeichnet sich im Gegensatz zu den Sencha-Blättern mit typischer Nadelform durch fein gerollte Blättchen aus. Er ist eine besondere Rarität. Nur etwa 3 Prozent des japanischen Tees wird zu Tamaryokucha verarbeitet. Seine besonders feinen Blätter geben dem Tee einen besonders vollen Geschmack und eine intensiv grüne Tasse.  In China werden die Teeblätter für grünen Tee  gedämpft oder geröstet. Die chinesischen Grüntees aus den bekanntesten Anbaugebieten der Regionen Anhui, Zhejiang, Fujian zeichnen sich durch herbere Geschmacksnoten aus. Grüner Tee schmeckt nicht nur erstaunlich unterschiedlich. Er zeichnet sich auch durch eine erstaunlich vielfältige Herstellungskultur mit sehr unterschiedlichen Blattformen aus. Feste grüne Kügelchen geben etwa dem chinesischen Gunpowder seinen Namen. Die faszinierende Blattformgebung und die Geschmacksnuancen machen grünen Tee zu einer besonders vielfältigen Teespezialität.